Quota

Um die große Zahl an Studierenden und den begrenzten Platz der Festplatten miteinander in Einklang zu bringen, gibt es für Nutzer mit RBG/ISP-Account eine Platzbeschränkung, Quota genannt. Diese liegt normalerweise bei 1Gbyte.

Auslöser

Zumeist wird man dann mit dem Quota konfrontiert, wenn sich bestimme Programm „seltsam“ verhalten, z.B. nicht mehr korrekt starten wollen, od. die gesamte grafische Oberfläche zu hängen scheint, insb. beim Anmelden. Dann hängt dies meist damit zusammen, dass diese Programme keine temporären Dateien mehr anlegen können und ihren Dienst abrupt einstellen.

Hauptsächlich sind die versteckten Dateien und Ordner das Problem. Um dem schnell auf den Grund zu gehen, rufen Sie das Kommando tell-me-disk-usage in einer Shell / in einem Terminal auf. Es verrät Ihnen die größten Platzfresser.

Erkennen

Den derzeitig belegten Platz kann man mittels des Kommandos quota -v abfragen. Ohne den Parameter werden nur Warnungen für Festplatten ausgegeben, auf denen man über Quota ist.

  • Die Ausgabe des Programms kann wie folgt interpretiert werden:
    • Filesystem gibt die jeweilige Festplatte an.
    • quota stellt die Grenze dar, aber der es eine Warnung gibt. Diese Grenze sollte man nicht überschreiten!
    • limit stellt die absolute Obergrenze dar. Mehr Platz kann in keinem Fall belegt werden.

Beurteilen

Der Befehl du -h (disk usage, Ausgabe in passender Größe) gibt Informationen über ein Verzeichnis und die darin enthaltenen Dateien aus. Seine Ausgabe kann man nach xdu pipen, das das Ergebnis dann grafisch anzeigt. Beispiel für das Home-Verzeichnis:

du -h ~/ | sort -nr | xdu

Der Zwischenbefehl sort -nr sorgt dafür, dass die Einträge nach absteigender Größe sortiert werden: die „Hauptprobleme“ (große Dateien oder Ordner) erscheinen also „weiter vorne“.

Das Ganze gibt's auch in bunt: qdu scannt zunächst das aktuelle Verzeichnis und stellt dann eine Übersicht dar, die die größten Platzfresser an erster Stelle zeigt. Für eine aussagekräftige Übersicht sollte man aber den dritten Button von rechts anklicken („Show-hide hidden files“).

  • Alternativ rufen Sie folgendes Kommando auf:
tell-me-disk-usage

auf, es zeigt Ihnen die Ordner mit dem größten Platzverbrauch.

Als komfortable Alternative bietet sich das grafische Programm „filelight“ an, welches auf den Poolrechnern installiert ist. Am schnellsten lässt es sich über die Tastenkombination „ALT + F2“ und dann „filelight“ eintippen (ohne Anführungszeichen). Nach dem Start kann kann im Menü „Heimat Verzeichnis einlesen“ ausgewählt werden. Nach einer Weile wird einem eine grafische Übersicht angezeigt, wo wieviel Plattenplatz verwendet wird.

Die üblichen Verdächtigen sind hier .mozilla (Mozilla/Firefox/SeaMonkey-Profiles, enthalten Cache-Verzeichnisse) und .adobe (Acrobat-Font-Caches, für jeden Rechner einen…).

Des weiteren is ein sehr großer Platzfresser Ecplipse mit seinen Plugins. Häufiger ist der Ordner ~/.m2 die Ursache.

Handeln (Maßnahmen)

Zunächst sollte man natürlich vermeiden, überhaupt über die Quota zu kommen. Sollte dass trotzdem einmal passieren, kann man die folgenden Punkte der Reihe nach überprüfen:

  1. core-Dateien kann man bedenkenlos löschen. Sie entstehen, wenn ein Programm abstürzt und dienen nur zu Debug-Zwecken.

Ein einfacher Weg, solche Dateien zu finden, ist die Suche mittels find ~ -name core

  1. Manchmal wird auch der Cache von Mozilla/Firefox/SeaMonkey zu groß. Dann hilft entweder das Verkleinern des Caches oder das Löschen, da meist keine wichtigen Informationen darin enthalten sind: rm -rf ~/.mozilla/*/*/Cache/*.
  2. Der Acrobat Reader legt für jeden Rechner, auf dem man das Programm startet (und das sind bei uns je nach Nutzerverhalten alle Ultras), eine Font-Cache-Datei in .adobe an. Diese Dateien kann man mit ls -la ~/.adobe anschauen und gefahrlos löschen (rm ~/.adobe/AdobeFnt*). Das ggf. vorhandene Unterverzeichnis Acrobat enthät oft ebenfalls einen Cache, den man mit rm -rf ~/.adobe/Acrobat/9.0/Cache los wird.
  3. Nicht mehr benötigte, große Dateien kann man ebenso löschen. Welche Dateien man nicht mehr braucht, muss man natürlich selbst wissen. Das Kommando ls -ls | sort -n listet die Dateien eines Verzeichnisses aufsteigend sortiert nach Größe auf.
  4. Wenn alles nichts hilft (aber nur dann!) kann man auch zur RBG/ISP gehen.

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